theme

Fragen & Antworten

Fragen und Antworten

Häufig gestellte Fragen rund um das Thema: Kosten-Flächenpool-Ökokonto

Hinweis: Browserkompatibilität

Falls manche Funktionen unserer Website in Ihrem verwendeten Browser nicht richtig dargestellt werden, überprüfen Sie bitte die Version Ihres Browsers und erneuern Sie diesen. Zudem sollten Sie sicherstellen, dass Javascript in Ihrem Browser aktiviert ist, um alle Funktionen unserer Öko-Grundstücksbörse verwenden zu können (Javascript ist standardmäßig in allen Browsern eingeschalten).

Was kostet ein Ökopunkt?

Der Handel mit Ökopunkten ist ein rein privatrechtlicher Vorgang und es gibt keine Vorgaben zur Wertigkeit von Ökopunkten. Die Preisfindung wird insbesondere von den Kosten der Maßnahmenumsetzung und –pflege, sowie der Lage der Ökokonto- Maßnahme, d. h. vom Marktpreis des Grundstückes im jeweiligen Naturraum, beeinflusst.

Was sind Ökopunkte?

Bei einem Ökopunkt handelt es sich um einen Wertpunkt in einem standardisierten Biotopwertverfahren zum Nachweis der Höhe der ökologischen Aufwertung des Grundstückes. Die Verpflichtung den Naturhaushalt aufzuwerten kann auf unterschiedliche Weise erfüllt werden. Je nach Gesetzeslage durch die Bereitstellung von Ausgleichsflächen, durch den Nachweis von Ökopunkten oder durch sogenannte produktionsintegrierte Kompensationsmaßnahmen (PIK-Maßnahmen). Immer mehr an Bedeutung gewinnen die Ökopunkte. Diese können eine gute Alternative zu den im Moment knappen Ausgleichsflächen sein. Die Zustimmung der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde zur Anerkennung von Ökopunkten wird benötigt.

Was kostet eine Ausgleichs- und Ersatzfläche pro Quadratmeter?

Der Handel mit Ausgleichs- und Ersatzflächen ist ein rein privatrechtlicher Vorgang und es gibt i.d.R. keine Festpreise. Die Preisfindung wird insbesondere von den Kosten der Maßnahmenumsetzung und –pflege, sowie der Lage der Fläche, d. h. vom Marktpreis des Grundstückes im jeweiligen Naturraum, beeinflusst. Preise sind nur für Flächen benennbar, die bereits als vorgezogene Kompensationsmaßnahmen (Ökokonto-Maßnahme) durchgeführt wurden und deren Kosten deshalb bekannt sind.

Was sind Ausgleichs- und Ersatzflächen?

Darunter sind alle Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege , die auf Grundstücken (Flächen) zusammengefasst, die im Hinblick auf zu erwartende Eingriffe durchgeführt worden sind, als Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen (sog. Ausgleichs- und Ersatzflächen) anzuerkennen sind, soweit

  1. die Voraussetzungen des § 15 BNatSchG erfüllt sind,
  2. sie ohne rechtliche Verpflichtung durchgeführt wurden,
  3. dafür keine öffentlichen Fördermittel in Anspruch genommen wurden,
  4. sie Programmen und Plänen nach den §§ 10 und 11 BNatSchG nicht widersprechen,
  5. eine Dokumentation des Ausgangszustands der Flächen vorliegt;

Ökokonto

Ein Ökokonto beinhaltet umgesetzte, vorgezogene Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen (Maßnahmenpool) oder hierfür geeignete Flächen (Flächenpool).

Wer kann Ökokonto-Maßnahmen durchführen?

Grundsätzlich jeder, der über eine geeignete Maßnahmenfläche "verfügt", d.h. der der Eigentümer einer Fläche oder aber Inhaber eines langfristigen Pachtvertrages – mit Genehmigung des Eigentümers - ist.

Muss ich mein Grundstück verkaufen, wenn ich es anbieten will?

Nein! Sie können selbst entscheiden, wie Sie ihr Grundstück anbieten. Entweder zum Verkauf oder nur zur Verpachtung. Die Dritte Möglichkeit ist, dass Sie ihr Grundstück auf der Grundlage eines Nutzungs-/Überlassungsvertrages, selbst aufwerten und so bewirtschaften, wie es vom Investor/Bauherren gewünscht wird.

Pachtflächen/Artenschutzmaßnahmen?

Grundstücksflächen, deren ökologische Nutzung zeitlich befristet ist, werden dann benötigt, wenn die Bautätigkeit oder die bauliche Anlage, für die Ihr Grundstück zugeordnet werden soll, zeitlich befristet ist oder von der Genehmigungsbehörde zeitlich befristet wird. Dies ist i.d.R. bei Windkraftanlagen der Fall, da diese nicht dauerhaft, sondern auch für einen Zeitraum von 30 Jahren genehmigt werden können. Gleiches gilt für Bebauungspläne, z.B. Fotovoltaikanlagen etc., wenn der Bebauungsplan nach Ablauf eines festgelegten Zeitraumes wieder aufgehoben wird. Den Schwerpunkt bilden sogenannte Artenschutzmaßnahmen. Bei Artenschutzmaßnahmen soll die Bewirtschaftung für einen festzulegenden Zeitraum extensiviert werden. Bei Pachtflächen übernimmt der Interessent die Bewirtschaftung der Flächen, verbunden mit der Verpflichtung diese, nach Ablauf der Pachtfrist, wieder in dem Zustand zurückzugeben, wie er das Grundstück bei Pachtbeginn erhalten hat.

Nutzungsüberlassung

Hier haben Sie die Möglichkeit die Bewirtschaftung oder Pflege ihres Grundstückes selbst durchzuführen und diese Leistung zusätzlich in Rechnung zu stellen. Der Rechnungsbetrag setzt sich aus der Überlassungsnutzung (Grundbetrag) und der Pflegeleistung, auf die Vertragsjahre hochgerechnet, zusammen. Bei einer Überlassungsnutzung hat der Interessent i.d.R. die Herstellungskosten selbst zu tragen.

Rechtliche Sicherung von Ausgleichsflächen

Nach den gesetzlichen Vorgeben (Länderregelungen abweichend) sind Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen in dem jeweils erforderlichen Zeitraum rechtlich zu sichern. Die zuständige Gestattungsbehörde entscheidet über Art und Weise der Sicherung im Rahmen der Verhältnismäßigkeit. Dies kann vertraglich oder grundbuchrechtlich geregelt werden.

Warum lohnt es sich mit BAFONDS zusammen zu arbeiten?

Wir kennen das Marktverhalten und die finanziellen Werte, die Ökopunkte und Ausgleichsflächen haben. Auf die Vertragsgestaltung nehmen wir Einfluss und loten einen Weg aus, der den Interessen beider Vertragsparteien dient. Sie als Anbieter sollen einen marktgerechten Preis erhalten. Der Bauherr soll im Gegenzug Planungssicherheit und eine rasche Genehmigung erhalten.

Was ist eine Handelsplattform?

Mittels webbasierter Handelsplattformen können Anbieter von Grundstücken (Immobilien) oder Dienstleistungen und Kunden (Investoren, Bauherren) direkt von jedem Ort - Internetanschluss vorausgesetzt - und ohne Installation einer Handelsplattform miteinander kommunizieren. Das Angebot kann eingesehen und eingegebene Angebote neu strukturiert, geändert oder ergänzt werden. Die Handelsplattform stellt einen virtuellen Ort/Marktraum innerhalb eines übergeordneten Datennetzes dar, die zu jedem Zeitpunkt des Koordinationsprozesses vom Marktplatzbetreiber (hier BAFONDS als dritte Instanz) unterstützt werden können. BAFONDS erfüllt eine Übersichtsfunktion, koordiniert Verbundeffekte und führt das Angebot und die Nachfrage in qualitativer und quantitativer Weise zusammen. BAFONDS übernimmt dabei die technische Abwicklung.

Ökokonto von BAFONDS

Die Preise für Baugrund und landwirtschaftliche Nutzflächen steigen kontinuierlich. Die Preisentwicklung von Naturflächen für die ökologische Nutzung – so auch für Flächen in einem Ausgleichsflächenpool – zeigen ein hohes exponentielles Kapitalwertwachstum auf. Sie liegen mittlerweile weit über kalkulierte Budgetierungen der letzten 10 Jahre. Wertvolle Naturschutzflächen gibt es immer weniger. BAFONDS steuert diesem Trend entgegen. Ausgleichsflächen sollten bei Großprojekten mit Planzielen über viele Jahre möglichst früh in die Kalkulation einbezogen und gesichert werden. Wer heute bereits Flächen bei BAFONDS sichert kann zum Beispiel in 10 Jahren eine ökologische Verzinsung in Höhe von 30% bei den Behörden geltend machen (Länderregelungen voneinander abweichend). Für den Investor oder Bauherrn bedeutet dies eine Kostenersparnis in gleicher Höhe. Ökopunkte oder Ausgleichsflächen, die im „Ökokonto“ von BAFONDS gelistet sind, sind bereits naturschutzfachlich geprüft oder von den Genehmigungsbehörden, zur Verwendung freigegeben. Der Investor braucht die Ökopunkte oder Flächen, auf ihre Eignung und ihren Aufwertungsfaktor, nicht mehr selbst prüfen. Diese können, ohne weiteren Zeitverzug, für jedes Bauvorhaben im betroffenen Naturraum, verwendet und zugeordnet werden.

Was ist ein Eingriff?

Eingriffe in Natur und Landschaft im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes sind Veränderungen der Gestalt oder Nutzung von Grundflächen oder Veränderungen des mit der belebten Bodenschicht in Verbindung stehenden Grundwasserspiegels, die die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts oder das Landschaftsbild erheblich beeinträchtigen können.

Was ist ein Eingriffsverursacher – Was sind seine Pflichten?

Der Verursacher eines Eingriffs, der den Naturhaushalt oder das Landschaftsbild durch seine Baumaßnahme erheblich beeinträchtigt ist nach der gesetzlichen Definition ein „Eingriffsverursacher“. Er ist verpflichtet, unvermeidbare Beeinträchtigungen durch Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege auszugleichen (Ausgleichsmaßnahmen) oder zu ersetzen (Ersatzmaßnahmen). Ausgeglichen ist eine Beeinträchtigung, wenn und sobald die beeinträchtigten Funktionen des Naturhaushalts in gleichartiger Weise wiederhergestellt sind und das Landschaftsbild landschaftsgerecht wiederhergestellt oder neu gestaltet ist. Ersetzt ist eine Beeinträchtigung, wenn und sobald die beeinträchtigten Funktionen des Naturhaushalts in dem betroffenen Naturraum in gleichwertiger Weise hergestellt sind und das Landschaftsbild landschaftsgerecht neu gestaltet ist.

Was ist eine Kompensationsmaßnahme?

Mit dem Begriff „Kompensationsmaßnahme“ werden die Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen zusammengefasst beschrieben. Unterschieden werden Flächenpools in einem Ökokonto. Grundstücke, die zwar für einen Ausgleich überplant sind, aber noch nicht hergestellt sind, sind Flächen des Flächenpools. Grundstücke, die bereits vorgezogen für einen Ausgleich hergestellt sind und Ökopunkte zugeteilt bekommen haben, sind Flächen des Maßnahmenpools. Ein Ökokonto besteht somit aus einem Flächen- oder/und aus einem Maßnahmenpool.

Warum Flächenpool – Ökokonto?

Die Bevorratung von vorgezogenen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen mittels Ökokonten, Flächenpools oder anderer Maßnahmen, insbesondere die Erfassung, Bewertung oder Buchung vorgezogener Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen in Ökokonten, deren Genehmigungsbedürftigkeit und Handelbarkeit sowie der Übergang der Verantwortung auf Dritte, die vorgezogene Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen durchführen, richtet sich nach Landesrecht. Die Handelbarkeit von Maßnahmen in einem Flächenpool oder einem Ökokonto sind gesetzlich geregelt und müssen den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. BAFONDS arbeitet auf der Grundlage eines Flächenpools und eines Ökokontos. Als Bevorratungskonzepte des Naturschutzes sind der Flächenpool und das Ökokonto mögliche Instrumente der Bevorratung von Flächen, mit dem Ziel der Aufwertung des Lebensraumes und der Handelbarkeit solcher Flächen und Maßnahmen zu Gunsten eines Maßnahmenträgers. Ein Flächenpool bevorratet Flächen, die erst bei Inanspruchnahme für ein Bauvorhaben als Ausgleichs- oder Ersatzfläche hergestellt werden. Im Ökokonto sind bereits hergestellte Ausgleichs- und Ersatzflächen (Kompensationsmaßnahmen) gelistet. Für Flächen im Ökokonto kann eine ökologische Verzinsung, die zu einem reduzierten Flächenbedarf für den Maßnahmenträger führt, in Anspruch genommen werden. § 16 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) regelt die Bevorratung von Kompensationsmaßnahmen. Darin werden die Voraussetzungen statuiert, unter denen Maßnahmen, die im Hinblick auf zu erwartende Eingriffe, also zeitlich vorgelagert, durchgeführt wurden, als Kompensationsmaßnahmen anzuerkennen sind.

Flächenpools und Ökokonten stellen eine der optimierten Durchführung dienende Ergänzung der Eingriffsregelung dar. Regelungskern ist die zeitliche, räumliche und – im Falle des Handels mit Kompensationskontingenten oder Kompensationswerten – persönliche Entkoppelung von Eingriff und Kompensation. Somit sind auf gesetzlicher Grundlage die Voraussetzungen geregelt, unteren denen eine Anerkennung vorgezogener Kompensationsmaßnahmen als Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahme zu erteilen ist. Der Maßnahmenträger erwirbt bei Einhaltung der Voraussetzungen demnach einen Anspruch auf die Anerkennung der Kompensationsmaßnahmen durch die Genehmigungsbehörden. Dabei muss es sich um Maßnahmen des Naturschutzes handeln, wovon sämtliche Handlungen umfasst sind, die den Zielen des Naturschutzes zu dienen bestimmt sind. Diese Maßnahmen müssen ohne rechtliche Verpflichtung durchgeführt worden sein und es dürfen dafür keine öffentlichen Fördermittel des Naturschutzes in Anspruch genommen worden sein.

Die Rechtsfolgen:
Sind die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt, besteht ein Anspruch auf Anerkennung der Maßnahme im Rahmen der Realkompensation durch die Genehmigungsbehörden. Grundsätzlich erwirbt der Maßnahmenträger entweder das Recht, einen anderweitig entstehenden Kompensationsbedarf verrechnen zu dürfen oder es tritt, unmittelbar mit Anerkennung, die Befreiung von der Kompensationspflicht ein. Ausdrücklich zugelassen wird die Handelbarkeit von vorgezogenen Kompensationsmaßnahmen, also die Übertragung des Anspruchs auf Verrechnung und Abbuchung zwischen Eingriffsverursacher und einem die vorgezogene Maßnahme durchführenden Dritten

PIK-Maßnahme, CEF-Maßnahme: Was ist darunter zu verstehen?

PIK:

Unter PIK-Maßnahmen sind produktionsintegrierte Kompensations- oder Bewirtschaftungsmaßnahmen zu verstehen, die

Der Landwirt profitiert durch den Erhalt seiner (ackerbaulich) nutzbaren landwirtschaftlichen Fläche. Solche Flächen, sind im besonderem Maße für artenschutzrechtliche Hilfsmaßnahmen konzipiert (CEF-Maßnahme/Artenschutzmaßnahme) und dienen der Förderung und dem Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten, die auf eine landwirtschaftliche, extensive Nutzung der Flächen angewiesen sind.

CEF:

Als CEF-Maßnahme (continuous ecological functionality-measures, Übersetzung etwa Maßnahmen zur dauerhaften Sicherung der ökologischen Funktion) werden im Bereich der Eingriffsregelung Maßnahmen des Artenschutzes verstanden. Entscheidendes Kriterium ist, dass die CEF-Maßnahme vor einem Eingriff in direkter funktionaler Beziehung durchgeführt wird. Es handelt sich um eine zeitlich vorgezogene Ausgleichsmaßnahme. CEF-Maßnahmen setzen direkt am betroffenen Bestand der geschützten Arten an. Sie sollen die Lebensstätten für die betroffenen Tierpopulationen in Qualität und Quantität erhalten. Die Maßnahme soll dabei einen unmittelbaren räumlichen Bezug zum betroffenen Habitat haben und angrenzend neue Lebensräume schaffen, die in direkter funktionaler Beziehung mit dem Ursprungshabitat stehen.